Absicherung des Produktions- / Automatisierungs-Netzwerks vom Firmenetzwerk
Wie der Schutz funktioniert
Die S7-Firewall wird zwischen Automatisierungsnetzwerk (SPS) und SCADA/Programmierebene platziert. Die Konfiguration erfolgt grundsätzlich per WEB-Interface.
Für Stationen im SCADA-Netzwerk kann (abhängig von IP-Adresse / MAC) der Zugriff auf die jeweilige SPS-Station eingeschränkt bzw. skaliert werden.
In der S7-Firewall gibt es für jede angeschlossene Anlage verschiedene Betriebsarten. Diese werden per WEB-Oberfläche mit gesichertem Zugang eingestellt. So ist es z.B. möglich, im Netz nur bestimmte Anlagen zum Service/Programmieren freizugeben. Optional kann über Schlüsselschalter die Freigabe erteilt werden.
Prozessbetrieb
Der Datenverkehr wird überwacht, es sind nur die konfigurierten Zugriffe möglich. Das lesen/schreiben von Programmen und Systemdaten wird verhindert. Ohne besondere Konfiguration ist in dieser Betriebsart das SPS-Programm und die Konfiguration bereits gesichert.
Servicebetrieb
Der Datenverkehr wird überwacht, es sind die konfigurierten Zugriffe möglich. Zusätzlich erhalten Stationen, welche die Eigenschaft „Service“ besitzen die Möglichkeit, das Programm zu verändern, zu testen (Status...). Das Anlegen und Umbenennen von neuen Bausteinen bleibt jedoch verboten.
Programmierbetrieb
Einschränkungen wie „Servicebetrieb“ zusätzlich erhalten Stationen mit der Eigenschaft „Programmiergerät“ die Erlaubnis das neue Bausteine zu erzeugen, SPS Urlöschen, neues Programm übertragen Mögliche Einschränkungen / Kontrollen der Daten
Offener Betrieb
Alle Zugriffe auf die betreffende Station sind erlaubt.
Die Schutzebenen
Durch den skalierbaren Schutzbetrieb werden die SPS-Stationen vor unliebsamen Zugriff geschützt.Schutz von definierbarer Datenbereichen in der Steuerung
Sie haben in Ihrer Anlage Maschinen mit komplexen Programm / und Datenstrukturen. Selbst mit einfachen Demo-Programmen, die im Internet zu finden sind. Können beliebige Datenbereiche der SPS verändert werden. Solche Veränderungen können die Funktion er Anlage komplett zum erliegen bringen oder gar erheblichen Schaden verursachen. Dies gilt es zu verhindern. S7-Firewall setzt genau hier den Hebel an. So wird konfiguriert, welche Station (OP/PG/PC/SPS) abhängig von (IP/MAC-Adresse) im Netzwerk welche Datenbereiche verändern darf. Nicht konfigurierte Stationen erhalten keinen Zugriff. Das SPS-Programm kann nicht verändert oder gelesen werden. So haben Sie auch eine Art Diebstahlschutz.Schutz vor Virenangriffe auf das Steuerungssystem
Stuxnet & Co. zielen darauf ab, das SPS-Programm zu verändern, um dort schadhaften Code einzuschleusen. Ein versuchtes SCADA-System (z.B. WinCC) kann dies zur Zeit vollkommen ungehindert durchführen. Ja, jeder verseuchte PC, der sich im Automatisierungsnetz befindet, ist im Stande das Virus in die SPS zu verpflanzen. Wie wirkt S7-Firewall entgegen? SCADA-Systemen wird der Zugriff auf Programm und Systemdaten grundsätzlich verwehrt. Programmiergeräte müssen die S7-Firewall erst mal für die gewünschte SPS in den Service- oder Programmiermodus schalten. Im Servicemode können nur Bausteine verändert bzw. übertragen werden, die bereits in der Steuerung vorhanden sind. Auch im Programmiermodus können Einschränkungen getroffen werden. So kann z.B. festgelegt werden, welche Bausteinnummern überhaupt existieren dürfen. Stuxnet z.B. erzeugt eigene FC und DB mit der Nummer > 1000. Mit S7-Firewall können selbst im Programmiermodus Attacken außerhalb dieses Bereichs unmittelbar erkannt werden.
Protokollmeldungen per E-Mail
Lernmodus (optional)
Schlüsselschalter (optional)
| Technische Daten | |
| Versorgungsspannung |
24V DC +/- 20% |
| Leistungsaufnahme |
6,5 Watt |
| Anzeige / Bedienung |
Web-Interface 4 Status-LED's, Taster Werkeinstellung |
| Schnittstellen |
1 x 10/100BaseTX RJ45-Ethernetbuchse WAN-Port 4 x 10/100BaseTX RJ45-Ethernetbuchse SWITCH alle Ports Auto MDI-X (selbst drehend) |
| Betriebstemperatur |
5 - 55 ºC |
| Gehäuse | pulverbeschichtetes Metallgehäuse |
| Abmessungen |
154 x 92 x 28 mm |



